Dienstag, 12. Oktober 2010

Sonntag, 3. Oktober 2010

Magisches Märchen

Die Parabel von der kleinen Löwin und dem großen Bären

Es war einmal eine kleine Löwin, die war noch neu auf der Welt und voller Abenteuerlust. Ihr Löwenkinderfell war ganz puschelig, mit einigen struppigen Strähnen, die zu Berge standen und lustig im Wind wippten.
Die kleine Löwin zeichnete sich durch eine ausgesprochene Neugierde aus, durch Energie und Elan, sie war sehr quirlig und stets zu Blödsinn aufgelegt. In ihrem Übermut war sie auch sehr risikobereit und mutig, sich auf gefährliche Situationen einzulassen. "I scher mi nix, was soll schon groß passieren...", sagte sie sich dann und lief darauf los.
Wie du dir sicher vorstellen kannst, hielt es die kleine Löwin nicht lange in ihrem beschaulichen Zuhause aus, und so machte sie sich auf den Weg in die weite Welt hinaus. Mit offenen Augen trippelte sie übers Land, den Blick nicht immer auf den Weg gerichtet, sondern Schmetterlingen und Sonnenstrahlen folgend. Sie ließ sich dahintreiben. Da sie ja noch eine kleine Löwin war, wusste sie nicht immer, wann es genug mit dem Laufen und Spielen war, und mehr als einmal schlief die kleine Löwin hundemüde ein.
Nachdem sie eine Zeit lang unterwegs gewesen war, begegnete die kleine Löwin eines Tages einem Wesen, wie sie es noch nie gesehen hatte. Im dichten Gebüsch entdeckte sie einen dunkelbraunen Rücken, der sehr kuschelig aussah und zu einem Bären gehörte, der gerade Honig aus einem Baum naschte. Auch der große Bär hatte so ein kleines, quirliges Wesen noch nie zuvor gesehen und musterte die kleine Löwin verdutzt, als sie so lustig durchs hohe Gras hoppelte.
Gerne kostete die kleine Löwin vom süßen Honig des großen Bären, der für sie völlig neu war und ehe sie es sich versah, nahm sie seine Einladung an, es sich in seiner Höhle bequem zu machen.

Zum ersten Mal in ihrem Leben kam die kleine Löwin zur Ruhe - sie fühlte sich sehr wohl und geborgen beim großen Bären.
Der große Bär war fasziniert von dem kleinen Energiebündel. Er selbst war es gewohnt, sich langsam und behäbig zu bewegen, legte Wert auf Gemütlichkeit und verbrachte seine Tage am liebsten damit, zu chillen.
So neu und aufregend die Quirlichkeit und der Wirbel waren, die die kleine Löwin in seine Höhle brachte - irgendwie waren sie dem großen Bären nicht ganz geheuer. Manchmal - immer öfter - machte ihm dieser kleine Wirbelwind, mit dem er sich umgab, sogar richtig Angst. Vielleicht befürchtete er, dass sie - wenn sie erst zu einer großen Löwin herangewachsen war - mit ihrer Sprunggewalt noch seine bequeme Höhle zum Einstürzen bringen könnte...

Die kleine Löwin spürte die Verunsicherung des großen Bären. "Ich bin hier wohl doch nicht willkommen.", dachte sie sich. "Dabei habe ich den großen Bären doch so gerne und will bei ihm bleiben..." Da passierte etwas ganz Eigenartiges... Aus der einen, kleinen Löwin wurden plötzlich zwei!

Eine der beiden kleinen Löwinnen blieb beim großen Bären und wuchs in seiner Gesellschaft zu einer großen Löwin heran. Sie teilte ihre Tage in der Höhle mit den großen Bären und genoss seine Wärme und Gesellschaft, die Gemütlichkeit und den süßen Honig, ohne seine Höhlenmauern zum Einstürzen zu bringen. Der große Bär und die große Löwin fühlten sich wohl in ihrer Höhle, auch wenn ein Tag dem anderen glich und sich die große Löwin manchmal fragte, ob es da unter dem Sternenhimmel nicht mehr für sie gab.

Die andere kleine Löwin jedoch blieb so klein und unbändig wie eh und je und wartete in der Nähe der Höhle und beobachtete die beiden. Manchmal war sie so gut im Dickicht versteckt, dass sie für niemanden zu sehen war, und sogar die große Löwin die Anwesenheit ihrer Zwillingsschwester vergaß. Die kleine Löwin verwandt ihre ganze Quirligkeit und Energie darauf, ganz gebannt und unermüdlich auf der Lauer zu liegen und auf ihren großen Moment zu warten... ihren großen Moment des Angriffs!

So zogen viele Jahre ins Land bis die kleine Löwin eines Tages endlich heranstürmte und lauft rief: "Großer Bär und große Löwin, ihr konntet euch sicher sein, dass ich nicht ewig im Gras auf der Lauer liege! Auf mich ist Verlass und nun werde ich eure Höhle ganz schön zum Wackeln bringen, soviel ist gewiss!" Und die kleine Löwin tat genau das.
Der große Bär und die große Löwin wussten gar nicht, wie ihnen geschah. Sie konnten nur tatenlos zusehen, als die Steine von den Höhlenwänden herunter purzelten, die Höhle in sich zusammenfiel und unbewohnbar wurde.
Fassungslos schauten die sich gegenseitig an, und sie schauten die kleine, mächtige Unruhestifterin an, und da fiel es ihnen wie Schuppen von den Augen: "Wir drei sind ein großartiges Gespann!", bemerkte die große Löwin. "Großer Bär, mit deiner Stärke und Sicherheit und kleine Löwin, mit deiner Abenteuerlust und deinem Mut erobern wir drei die Welt!"

Die drei nahmen sich gegenseitig an den Pfoten, ließen den Felsenhaufen zurück und taten genau das. Und wenn sie nicht gestorben sind, erobern sie die Welt noch heute.


Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Menschen oder Tieren sind völlig ausgeschlossen. Bei den handelnden Charakteren dieses Märchens handelt es sich um verschiedene Persönlichkeitsanteile von meiner Person, nicht mehr und nicht weniger.

Freitag, 1. Oktober 2010

Es werde Licht!

von Marianne Williamson oder von Nelson Mandela oder aus der Thora???:

“Our deepest fear is not that we are inadequate.
Our deepest fear is that we are powerful beyond measure.
It is our light, not our darkness, that frightens us.
We ask ourselves, who am I to be brilliant, gorgeous, talented, and fabulous?
Actually who are you not to be?
You are a child of God.
Your playing small doesn’t serve the world.
There’s nothing enlightening about shrinking so other people won’t feel insecure around you.
We were born to manifest the Glory of God that is within us.
It’s not just in some; it’s in all, everyone.
And as we let our own light shine we unconsciously give other people permission to do the same.
As we are liberated from our own fear, our presence automatically liberates others.”